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Quelle: Sächsische Zeitung / Donnerstag 02.05.2002
„Wir sind viel mehr“
Dresdner wollten den 1. Mai nicht der NPD überlassen. Es gelang mit Nelken, Dixieland und böhmischem Bier
Von Th. Schade und J. Marschner


Eine Mischung von Politik, Feier und Fröhlichsein prägt den Tag. Im Imbiss am Postplatz gibt es Kalb am Spieß, und das Freiberger Pils fließt bei den frühsommerlichen Temperaturen reichlich. „Geht uns alles nix an“, sagt ein Mann im Biergarten und hält seinen halben Liter fest. Straßenbahn-Fahrer Hans-Eberhard Wiegand soll eigentlich 13.02 Uhr eine Bahn der Linie 7 übernehmen, aber sie kommt nicht. „Man muss viel mehr aufpassen an so einem Tag“, sagt er, findet es aber gut, dass so viele Leute etwas tun gegen Rechts. Schließlich wurde er selbst schon in der Bahn von Neonazis angegriffen, als er einem ausländischen Fahrgast zu Hilfe kommen wollte.
„La Paloma ohe“, aber reichlich böhmisch
Am Terrassenufer dudelt es „La Paloma ohe“ auf der Biermeile an den Dampferanlegestellen. Hans Albers würde kaum dazu singen, denn die Kapelle „Krusnohorka“ aus Usti spielt den Evergreen reichlich böhmisch. Mit einer Dampferparade hat hier schon am Vormittag das diesjährige Dixieland-Festival einen ersten Höhepunkt erlebt. Auf jedem Schiff spielt eine Band.
Als die Musiker am Nachmittag wieder anlegen, feiern Tausende Dresdner auf dem Schlossplatz. Andere ziehen über die Augustusbrücke zur barocken Königstraße, zum großen Straßenjazz. Auch die sechs Musikanten der „Bruch Blech Bräzel“ aus dem thüringischen Steinach ziehen mit. Auf der Brücke machen sie Halt im Rondell über dem Mittelpfeiler und spielen auf, sechs Titel hintereinander, und gleich bleiben einige hundert Leute stehen.
Die Thüringer spielen das erste Mal zum Dixie-Festival. „Einfach eine sagenhafte Stimmung“, urteilt Jens Müller-Blech. Und als er hört, dass die Neonazi-Demo gestoppt wurde und vorzeitig beendet werden musste, sagt er nur: „Abbruch? Wie es sich gehört. Das spricht für Dresden.“




Zum Jubiläum am 26.06.1999 in Sonneberg


Treffen der Sonneberger und Neustädter Politiker


Kleiner Irrtum der Presse beim 22. Internationalen Dixilandfestival in Dresden